Unter dem Motto „Mehr Natur in Kitas“ hat der NABU in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und im Saarland über 300 Ehrenamtliche ausgebildet, um Naturschutzprojekte in Kindertagesstätten (Kitas) zu starten. Seit 2019 sind diese in ihren Paten-Kitas aktiv und legen Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten an. Wildwiesen, Schmetterlingsbeete, Totholzhaufen, Wildstrauchhecken und Nisthilfen jeglicher Art sorgen für mehr biologische Vielfalt auf dem Außengelände der Einrichtungen. Das Projekt endete am 30.06.2026 wird aber in vielen Region in modifizierter Form weitergeführt.
Mit dem Projekt, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt und durch die Länder gefördert wurde, konnten Seniorinnen und Senioren, vielfach mit wenig Vorerfahrung, für ein neues Engagementfeld
gewonnen werden. Grundlage für die Ausbildung war das eigens entwickelte Handbuch „Mehr Natur in Kitas“ mit Hintergrundinformationen und Praxisanleitungen, das Laien den Einstieg in die Thematik
erleichterte.
Diese Homepage gibt einen Einblick in das Projekt und seine Bestandteile. Sie soll ferner dazu anregen, ähnliche Projekte in anderen Regionen durchzuführen. Für eine individuelle Beratung steht
das NABU-Zentrum Rheinauen als Verbundkoordinator (Ansprechpartner Robert Egeling)
auch nach der Förderperiode zur Verfügung.
Am 12. Juni 2026 wurden 34 Ehrenamtliche aus ganz Rheinland-Pfalz im NABU-Zentrum Rheinauen in Bingen als Kita-NaturbotschafterInnen zertifiziert. Die SeniorInnen absolvierten ihre zweijährige Ausbildung in Bingen, Landau oder Trier, wo sie weiterhin in ihren Patenkitas aktiv sein werden und den Kindern ihr Wissen und ihre Begeisterung für Natur und Naturschutz weitergeben. Im Mittelpunkt des Engagements steht die Anlage von Kleinlebensräumen auf dem jeweiligen Kita-Gelände. Die TeilnehmerInnen erhielten ihre Zertifikate und für jede Kita, in welcher sie aktiv sind, eine Plakette. Barbara Engels (Bundesamt für Naturschutz), Torsten Kram (Umweltministerium RLP) und die NABU-Landesvorsitzende Cosima Lindemann überreichten diese feierlich und fanden lobende Worte für das Engagement der Freiwilligen. Im Rahmen der Zertifizierung wurde auf dem Gelände des NABU-Zentrums Rheinauen auch der Infoparcours Biotopoasen eingeweiht. An 12 Stationen können BesucherInnen Kleinlebensräume und Artenschutzmaßnahmen begutachten, die meist von Kita-NaturbotschafterInnen während der Ausbildungsworkshops errichtet wurden. Sie sollen Anregungen zur Nachahmung zuhause, in Kitas oder Schulen bieten. Das Projekt Kita-NaturbotschafterInnen in RLP wurde vom Bundesamt für Naturschutz und dem Umweltministerium Rheinland-Pfalz gefördert und endet im Juni 2026. Die Ausbildung von Kita-NaturbotschafterInnen soll ab Herbst allerdings in den Regionen Landau und Bingen weitergehen.

Im Bildungsforum im Rombergpark Dortmund wurden Ende Mai 2026 der fünfte und letzte Ausbildungsjahrgang zum Kita-Naturbotschafter und zur Naturbotschafterin vom NABU NRW ausgezeichnet.
Im Jahrgang 2025/26 haben 25 Teilnehmende aus
den Regionen Paderborn-Lippe, Essen und Münsterland ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Anuschka Tecker, Vorstandsmitglied des NABU NRW, gratulierte allen Teilnehmenden und dankte für den
außerordentliche Einsatz. „Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement leisten die Kita-NaturbotschafterInnen einen wichtigen Beitrag dazu, biologischen Vielfalt erlebbar zu machen. Sie geben mit ihrem
Herzen und ihrer Leidenschaft die Liebe zur Natur an die Kleinsten in unserer Gesellschaft weiter und sorgen dafür, dass dieser Keim weiter wachsen kann“, so Tecker.
In NRW wurde die Ausbildung in den Regionen Paderborn-Lippe, Essen und im Münsterland angeboten. In den sieben Jahren Projektlaufzeit wurden so insgesamt 132 Seniorinnen und Senioren zu
Kita-NaturbotschafterInnen in Nordrhein-Westfalen ausgebildet. Davon 36 Teilnehmende in Paderborn-Lippe, 45 im Münsterland und 51 in Essen. Ebenso viele Kitas, in denen die
Kita-NaturbotschafterInnen tätig sind, erhielten eine Plakette, um das Engagement für alle sichtbar zu machen.